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Entspannung zu verschenken

„Gartenarbeit ist ja so entspannend“ hat meine Oma damals immer gesagt. Als Kind fand ich das immer faszinierend, denn wir hatten damals keinen Garten. Auch Oma hatte übrigens keinen Garten. Sie kannte Leute, die über so etwas verfügten.

Es gab also eine Entspannungsmöglichkeit, die uns völlig verschlossen blieb. Vielleicht auch ein Grund, warum andere Eltern manchmal entspannter waren?

Damals wusste ich noch nicht in welche berufliche Richtung ich einmal einschlagen möchte. Aber eins wusste ich ganz genau: ich wollte mal ein eigenes Haus mit großem Garten haben. Je größer, desto besser musste es ja laufen mit der Entspannung.

Wenn ich heute alleine mit dem Rasenmähen 2 Stunden beschäftigt bin, dann wächst in mir die Gewissheit, dass Oma entweder keine Ahnung hatte oder aber von einem deutlich kleineren Garten gesprochen haben muss.

Wer sich einmal ganz doll entspannen möchte ist jederzeit willkommen. Sämtliche Gerätschaften und Kaltgetränke werden gestellt!


Projektfieber

Es war eine harte Woche, geprägt von den laufenden Projekten, die allesamt nicht von alleine laufen sondern immer wieder angestubst werden müssen. Es geht mit gegen den Strich, dass es scheinbar kaum noch Mitarbeiter mit Biss gibt. Da bleiben Sachen liegen, weil eine Entscheidung ansteht, die aber nicht kommt weil der Entscheider gar nicht darüber in Kenntniss gesetzt wird, dass es etwas zu entscheiden gibt. Also bleibt die ganze Sache erstmal liegen.

Dann gibt es natürlich auch noch jene, die grundsätzlich schleifen lassen, wenn sie sich unbeobachtet fühlen aber auf super geschäftig machen können, wenn notwendig. Die haben auch garantiert immer einen dicken Stapel Arbeit auf dem Tisch, in den man greifen kann wenn die Tür aufgeht.

Gut dann hätten wir da auch noch jemanden von der Gattung, die vor lauter Ideenreichtum einfach nicht weiter kommen, weil die Probleme haben die Ideen zu bewerten und den weiteren Weg zu definieren. „Denken wir noch mal ein paar Tage darüber nach und wenden uns erstmal anderen Dingen zu“ – scheint deren Devise.

Schließlich kommen noch die Projekte, die ganz überraschend und unaufgefordert erscheinen. Diese sind meistens mit entsprechender Dringlichkeit ausgestattet, dass alles andere erstmal liegen bleiben muss. Das sind die unbeliebtesten Projekte. Am Montag dieser Woche klopfte ein solches bei mir an. An der Kellertür um ganz genau zu sein. Frau Schreiner hatte mit hohem Wasserdruck betriebenes Leitungswasser versehentlich auf die Pumpe für die Gartenbewässerung gelegt. Die Pumpe hat eine Weile durchgehalten, erlitt dann aber des Nachts doch einen Infarkt und ließ dann alles nur noch laufen. Keller überschwemmt, weil das Klopfen an der Kellertür erst am Morgen erhört wurde.

Den Rest der Woche dann Mund zu Mund Beatmung der restlichen angesprochenen Projekte. Dabei habe ich mir wohl einen Virus eingefangen. Projektfieber – also mich wundert es eigentlich gar nicht, dass es mich erwischt hat. Musste ja mal so kommen.


Des Schreiners Nussecken

Versprochen ist versprochen und wird auch nicht gebrochen. Wie also den Kindern vor 2 Tagen angekündigt, habe ich sie heute morgen in das Geheimnis des Schreiners Nussecken eingeweiht. Gestern haben wir als Vorbereitung die benötigten Zutaten gemeinsam eingekauft.

Aussehen tun sie immer gut, die Nussecken. Nur die Bemerkung, es wäre doch logisch, dass des Schreiners Nussecken ein wenig – sagen wir mal – „holzig“ sind; diese Bemerkung hätte man sich gerade auch sparen können.

Mir schmecken sie jedenfalls und man kann sie ja auch tunken.