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Projektfieber

Es war eine harte Woche, geprägt von den laufenden Projekten, die allesamt nicht von alleine laufen sondern immer wieder angestubst werden müssen. Es geht mit gegen den Strich, dass es scheinbar kaum noch Mitarbeiter mit Biss gibt. Da bleiben Sachen liegen, weil eine Entscheidung ansteht, die aber nicht kommt weil der Entscheider gar nicht darüber in Kenntniss gesetzt wird, dass es etwas zu entscheiden gibt. Also bleibt die ganze Sache erstmal liegen.

Dann gibt es natürlich auch noch jene, die grundsätzlich schleifen lassen, wenn sie sich unbeobachtet fühlen aber auf super geschäftig machen können, wenn notwendig. Die haben auch garantiert immer einen dicken Stapel Arbeit auf dem Tisch, in den man greifen kann wenn die Tür aufgeht.

Gut dann hätten wir da auch noch jemanden von der Gattung, die vor lauter Ideenreichtum einfach nicht weiter kommen, weil die Probleme haben die Ideen zu bewerten und den weiteren Weg zu definieren. „Denken wir noch mal ein paar Tage darüber nach und wenden uns erstmal anderen Dingen zu“ – scheint deren Devise.

Schließlich kommen noch die Projekte, die ganz überraschend und unaufgefordert erscheinen. Diese sind meistens mit entsprechender Dringlichkeit ausgestattet, dass alles andere erstmal liegen bleiben muss. Das sind die unbeliebtesten Projekte. Am Montag dieser Woche klopfte ein solches bei mir an. An der Kellertür um ganz genau zu sein. Frau Schreiner hatte mit hohem Wasserdruck betriebenes Leitungswasser versehentlich auf die Pumpe für die Gartenbewässerung gelegt. Die Pumpe hat eine Weile durchgehalten, erlitt dann aber des Nachts doch einen Infarkt und ließ dann alles nur noch laufen. Keller überschwemmt, weil das Klopfen an der Kellertür erst am Morgen erhört wurde.

Den Rest der Woche dann Mund zu Mund Beatmung der restlichen angesprochenen Projekte. Dabei habe ich mir wohl einen Virus eingefangen. Projektfieber – also mich wundert es eigentlich gar nicht, dass es mich erwischt hat. Musste ja mal so kommen.


Das Kellerregal – Stiller Helfer mit grausamen Geheimnis

Heute musste ich es mal wieder am eigenen Leib erfahren. Das Kellerregal empfindet man als wahren Freund und Helfer. Schließlich hat man so dies und das, was man noch einmal gebrauchen könnte. Diese vermeintlich noch werthaften Dinge verschwinden ja meist erst einmal im Keller. Und wie soll man das vernünftig anstellen? Genau, da wird ein stabiles Kellerregal zum Freund und Helfer. So stellt sich die Situation zumindest dar, wenn man noch kein Kellerregal besitzt.

Ist ein solches aber am Wunschort ersteinmal installiert, dann kann es zum wahren Grauen werden. Wer in der glücklichen Lage ist und mehrere Kellerregale unterbringen kann, ja der kann auf einmal so vieles noch gebrauchen. Hat man erst ein Eigenheim und der Kellerräume daher reichlich zur Verfügung, dann ist es um einen geschehen. Und so kam was kommen musste: wegen Überfüllung geschlossen.

Heute haben für mich die Tage des Kellers begonnen. Nach nunmehr sechs Jahren der tief empfundenen Freundschaft zu den Kellerregalen, die ich einst selbst schreinerte, offenbarten diese Wüstlinge mit heute ihr grausames Geheimnis. Ich werde Tage brauchen um einigermaßen wieder auf einen Stand zu kommen, den ich für mich selbst akzeptieren kann. Für den Moment ist der Keller jedenfalls für andere Augen verschlossen. Das ist mir zu peinlich.

Und wofür die ganze Plackerei? Damit man wieder von Neuem mit der Horterei beginnen kann? Nee – nicht mit mir. Freundliche und hilfreiche Kellerregale zu verschenken!