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Zum Wohl der Allgemeinheit

Ich frage mich heute wirklich, warum wir uns eigentlich um Radioaktivität Sorgen machen sollten. Wir werden die Erde auch ohne radioaktive Unterstützung unbewohnbar machen.

Gestern gab es in unserer Stadt eine alljährliche Frühjahrsputzaktion. Wie in jedem Jahr beteiligten sich dutzende Vereine und hunderte Einzelpersonen an der Aktion. Überall in der Stadt wurde achtlos am Wegesrand entsorgter Müll von Leuten aufgesammelt, denen Sauberkeit noch etwas bedeutet. Wie in jedem Jahr habe ich mich auch daran beteiligt.

Ich erspare den Lesern tief gehende Details über die einzelnen Schandtaten, die sich dabei auftun. Mit Abstand der häufigste aufgesammelte Gegenstand war auch in diesem Jahr wieder der beliebte geleerte Flachmann. Das kurioseste Teil war ein vollkommen intaktes aber stark verschmutzes Oberkiefer-Gebiss.

Da meine Kinder bei den Aufräumarbeiten wieder mit machen mussten, bin ich mir wenigstens ziemlich sicher, dass sie auch in Zukunft nicht zu jenen Leuten gehören werden, die ihren Wohlstandsmüll einfach durch einen geschickten Schulterwurf in der Botanik entsorgen werden. Wenn ich mir den Müllberg ansehe, den 8 Menschen innerhalb von 3 Stunden zusammen getragen haben, damit die Bediensteten der städtischen Müllabfuhr diesen am frühen Abend abholen, dann bin ich allerdings auch genauso sicher, dass meine beiden Kinder alleine nicht viel nützen werden.

Wir müllen unseren eigenen Lebensraum einfach zu – wie bescheuert kann man denn eigentlich sein?


Das Kellerregal – Stiller Helfer mit grausamen Geheimnis

Heute musste ich es mal wieder am eigenen Leib erfahren. Das Kellerregal empfindet man als wahren Freund und Helfer. Schließlich hat man so dies und das, was man noch einmal gebrauchen könnte. Diese vermeintlich noch werthaften Dinge verschwinden ja meist erst einmal im Keller. Und wie soll man das vernünftig anstellen? Genau, da wird ein stabiles Kellerregal zum Freund und Helfer. So stellt sich die Situation zumindest dar, wenn man noch kein Kellerregal besitzt.

Ist ein solches aber am Wunschort ersteinmal installiert, dann kann es zum wahren Grauen werden. Wer in der glücklichen Lage ist und mehrere Kellerregale unterbringen kann, ja der kann auf einmal so vieles noch gebrauchen. Hat man erst ein Eigenheim und der Kellerräume daher reichlich zur Verfügung, dann ist es um einen geschehen. Und so kam was kommen musste: wegen Überfüllung geschlossen.

Heute haben für mich die Tage des Kellers begonnen. Nach nunmehr sechs Jahren der tief empfundenen Freundschaft zu den Kellerregalen, die ich einst selbst schreinerte, offenbarten diese Wüstlinge mit heute ihr grausames Geheimnis. Ich werde Tage brauchen um einigermaßen wieder auf einen Stand zu kommen, den ich für mich selbst akzeptieren kann. Für den Moment ist der Keller jedenfalls für andere Augen verschlossen. Das ist mir zu peinlich.

Und wofür die ganze Plackerei? Damit man wieder von Neuem mit der Horterei beginnen kann? Nee – nicht mit mir. Freundliche und hilfreiche Kellerregale zu verschenken!